"Brauchen einen neuen Impuls": SVWW trennt sich von Scherning
Der SV Wehen Wiesbaden hat die Reißleine gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Daniel Scherning getrennt. Das gaben die Hessen am Montag bekannt. Mit der Trennung reagieren die Verantwortlichen zum einen auf den Fehlstart in die Saison und zum anderen auf die negative Entwicklung der letzten Monate. Auch Co-Trainer Andreas Zimmermann muss gehen. Vorerst übernehmen die bisherigen Co-Trainer Frank Steinmetz und Giuliano Modica. michezonews.co.za
Als einziges Team noch sieglos
Erst zwei Punkte, lediglich zwei Tore, als einziges Team noch sieglos und Tabellenletzter: Der SV Wehen Wiesbaden hat einen klassischen Fehlstart hingelegt. Erst am Sonntag unterlagen die Hessen dem SV Waldhof Mannheim mit 0:1. Nach unten zeigt der Trend aber schon länger, schließlich konnte der SVWW saisonübergreifend nur eine der letzten 15 Partien gewinnen und ist zudem seit Mitte Januar ohne Auswärtssieg. All diese Faktoren gaben nun den Ausschlag, Daniel Scherning bereits nach fünf Spieltagen freizustellen. Es ist die erste Trainerentlassung der laufenden Drittliga-Saison. "Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht", sagt Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver und betont, dass der SVWW mit lediglich zwei Punkten aus fünf Partien deutlich hinter den Erwartungen geblieben sei.
Gleichzeitig dankt er Scherning für die Zusammenarbeit: "Daniel hat unsere Mannschaft in einer sportlich herausfordernden Situation übernommen und ihr innerhalb kürzester Zeit Stabilität und neues Selbstvertrauen gegeben." Mit neun Siegen aus seinen ersten 14 Ligaspielen, darunter sieben Heimsiege in Folge, habe er maßgeblich dazu beigetragen, "dass wir uns aus dem Tabellenkeller gelöst und zwischenzeitlich wieder den Blick nach oben gerichtet haben. Darüber hinaus hat er die Mannschaft zum Gewinn des Hessenpokals 2026 und damit in den DFB-Pokal geführt", so Stöver. Neben dem Cheftrainer muss auch dessen Assistent Andreas Zimmermann gehen.
Erst seit November im Amt
Scherning hatte den Trainerposten bei den Wiesbadenern erst im vergangenen November von Nils Döring auf Platz 13 stehend übernommen. Nach 28 Punkten aus den ersten 14 Partien schien er mit den Hessen nochmal ins Aufstiegstrennen eingreifen zu können, fehlten zwischenzeitlich doch nur vier Punkte zu Rang 3. Jedoch kamen aus den verbleibenden zehn Partien nur noch neun Zähler hinzu. So schloss Wiesbaden die Saison auf Platz 8 ab und verpasste den anvisierten Aufstieg damit. Insgesamt stand Scherning in 33 Pflichtspielen an der Seitenlinie und holte dabei 13 Siege und sechs Unentschieden, was einen Punkteschnitt von 1,36 bedeutet.
Zum Abschied sagt er: "Ich blicke mit Stolz auf meine Zeit beim SV Wehen Wiesbaden zurück. Wir haben die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen, gemeinsam eine starke Entwicklung genommen und mit dem Gewinn des Hessenpokals einen besonderen Erfolg gefeiert. Natürlich hätten wir uns den Start in diese Saison anders vorgestellt." Die Entscheidung des Vereins respektiere er aber, "auch wenn ich gerne weiter mit dieser Mannschaft gearbeitet hätte". Der 42-Jährige bedankt sich zudem bei seinem Trainerteam, der Mannschaft, allen Mitarbeitern des Vereins und den Fans "für das Vertrauen, die Zusammenarbeit und die Unterstützung". Dem SVWW wünscht er "alles Gute und viel Erfolg".
Steinmetz und Modica übernehmen vorerst
Bis ein neuer Trainer gefunden ist – gesucht wird bereits der vierte Übungsleiter seit April 2024 – werden die bisherigen Co-Trainer Frank Steinmetz und Giuliano Modica das Training leiten und die Mannschaft auf das Auswärtsspiel bei Fortuna Köln am Mittwochabend vorbereiten. Das Duo war bereits nach dem Döring-Aus im vergangenen November eingesprungen und hatte aus drei Pflichtspielen zwei Siege geholt.
World of Warcraft: Forever devs have "no plans" to implement Tokens or level boosts, confirms Blizzard, as "the journey is so important"
Blizzard finally lifted the veil on World of Warcraft: Forever this past weekend at BlizzCon 2026, giving fans a taste of the official Classic+ (so to speak, anyway) that we're getting – one that apparently thankfully won't feature real-money currency like Tokens.
Clayton Stone, associate production director on WoW Classic, confirms as much in a recent interview on Forever with content creator Destin Legarie (below). The lead also says that there won't be any purchasable experience boosts, either.
He describes how Blizzard has "no plans for anything like a WoW token or a boost" in any online shop – and, even though I'm thankful myself, I do wonder why… but Stone says it's all about the "journey" to the top.
"The journey really is what the game is," he says. "I mean, the endgame is amazing… the endgame is epic. It's awesome. And, all the stuff we've done with the endgame is amazing, but the journey is so important and you play the game or you get better at the game by playing the game and it's all about that level 1 to 60 journey and the people you meet along the way."
That's why Blizzard is staying away from quick boosts.
"We've implemented these systems to really reinforce that because there's some players who just love that journey."
Honestly, I do get it, and while I'm thrilled at the prospect of less microtransactions (if you can call Tokens that, I guess), I am a bit worried that this decision won't, well, last forever.
I'm not alone in my concerns, either, as folks over on Twitter discuss World of Warcraft: Forever's lack of Tokens and what it might mean.
"'No plans' doesn't seem too convincing or permanent to me," reads one comment. "I'm still pretty sure they will be in the game sooner or later." Another speculates, "No plans is basically 'next year,'" while various replies similarly ponder whether Blizzard's choice of words here could pave the way for such real-money purchases later down the line.
There are also some worries about bots and the like, which are more than understandable.
So, how will this all play out? There's no way to really tell until World of Warcraft: Forever releases this November, but I've got my fingers crossed that Blizzard is indeed making the right move… and will stick with it, too.
"Noch keine Ziele gesetzt": Schulz II schießt Münster auf Platz 3
Zum zweiten Mal in Folge besteht der SC Preußen Münster dank einer Willensleistung. So formulierten es die Adlerträger nach dem 2:1-Sieg beim VfB Stuttgart II, der den Zweitliga-Absteiger zum frühen Zeitpunkt in der Saison auf Platz 3 befördert. Matchwinner war Marvin Schulz II.
Wörle sieht erneuten "Mentalitätssieg"
Marvin Schulz steht bekanntlich zwei Mal im Kader von Preußen Münster. Einmal der 31-jährige Routinier im Mittelfeld, der aufgrund einer Knieverletzung in dieser Saison noch nicht zum Einsatz kam, und einmal der 22-jährige Nachwuchsstürmer, der nach einer Winter-Leihe zum SV Sandhausen nun im Münsterland aufblüht. Denn Schulz II, so der jüngere Kandidat, traf gegen den VfB Stuttgart II doppelt – und damit zum Sieg. "Beim ersten Tor habe ich eigentlich damit gerechnet, dass der Torwart den Ball einfach aufnehmen wird. Aber da standen wohl zu viele Spieler in seinem Sichtfeld und dann geht der hinten rein. Und beim zweiten habe ich Glück, dass ich richtig stehe", freute sich der 22-Jährige bei "Magenta Sport" über seinen Doppelpack.
Münster war nicht gut in die Partie gekommen, kassierte das 0:1 in der Anfangsphase. Cheftrainer Thomas Wörle räumte ein, dass seine Mannschaft den Start verschlafen hatte. "Wir haben den Gegner unnötig aufgebaut, und das Gegentor war aus unserem Fehler heraus entstanden", so der Preußen-Coach. Trotzdem glich Münster wenige Minuten später aus, um dann in der zweiten Halbzeit den "Mentalitätssieg" zu feiern. "Aufgrund der 90 Minuten geht das dann schon in Ordnung, aufgrund der Art und Weise, wie wir uns ins Spiel gefightet haben", fand Wörle. Anschließend wurde in der Fankurve gefeiert.
"Er hat das gewisse Etwas"
Ein Bild, das Wörle gerne mitnahm. "Letztendlich sind die Spieler die Protagonisten. Die sollen vorne dranstehen, die haben die Leistung gezeigt. Es ist schön, dass wir bei so einem weiten Auswärtsspiel von so vielen Fans unterstützt wurden", freute sich Wörle über den Anhang, der das 13:30-Uhr-Spiel an einem Sonntag in Stuttgart auf sich genommen hatte. Und natürlich freute sich der Cheftrainer über seinen Doppelpacker. "Er hat das gewisse Etwas", bekräftigte Wörle, dass von Schulz II noch mehr kommen wird. "Er hat das Näschen für solche Situationen. (…) Wir freuen uns sehr darüber, dass sich ein junger Kerl nach oben gearbeitet hat. Das ist schön zu sehen."
Und Schulz II? Der nahm es, wie es kam. "Das war schon gegen Havelse so, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit über den Kampf gewonnen haben. Und auch heute war es in der zweiten Hälfte nur eine Frage der Zeit, bis wir den Führungstreffer schießen", erklärte der 22-Jährige voller Selbstvertrauen. Eine Torquote habe sich der junge Mittelstürmer nach seiner Leihrückkehr nicht vorgenommen, dass es so gut laufen würde, war für den Angreifer auch nicht abzusehen gewesen. Und dennoch schoss er Münster zum Start auf Platz 3. "Ziele haben wir uns erstmal noch keine gesetzt. Aber den Schwung nehmen wir natürlich mit", ordnete Schulz II ein. "Wir warten dann erstmal ab und machen unser Spiel." Gelingt am Mittwochabend gegen Saarbrücken nun der dritte Sieg in Folge?

