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Biss in den Zeh: Titelverteidigerin A Lim Kim spielt trotz Schmerzen

Bei der LOTTE Championship auf Hawaii hat ein unbekanntes Wassertier A Lim Kim in den großen Zeh gebissen. Aufgeben kam für die Südkoreanerin nicht infrage.

Schrecksekunde auf Hawaii

Bei der LOTTE Championship auf Hawaii ist es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall gekommen. A Lim Kim ist als Titelverteidigerin angereist. In der zweiten Runde im Hoakalei Country Club in Ewa Beach hat sie etwas im Wasser in den großen Zeh gebissen. Was genau zugebissen hat, ist bislang nicht bekannt.

„Oh, im Wasser hat mich etwas gebissen … Mein Zeh, mein großer Zeh“, schilderte die Südkoreanerin in einem Video, das die LPGA auf X veröffentlichte. Ihr Schreck war deutlich zu spüren: „Ich habe richtig Angst bekommen.“ Auf die Frage, ob es noch wehtue, antwortete Kim: „Ein bisschen.“

„Ich habe keine Wahl“

Ans Aufhören dachte die 2024er-Siegerin trotzdem nicht. Auf die Frage, ob sie die Runde abbrechen wolle, sagte sie knapp: „Na ja, wissen Sie, ich habe keine Wahl.“ Der Satz zeigt, wie viel Kim die Titelverteidigung bedeutet. Vor zwei Jahren hatte sie die LOTTE Championship auf demselben Platz mit zwei Schlägen Vorsprung gewonnen.

Wie sehr die Verletzung sie im weiteren Verlauf beeinträchtigt hat, ist noch offen. Unklar ist auch, ob sie medizinisch versorgt werden musste. Nach bisherigem Stand liegen dazu keine gesicherten Informationen vor.

Starker Auftakt bei Wind und Regen

Sportlich lief es für Kim zuvor ausgezeichnet.

Nach 36 Löchern hat sich das Bild an der Spitze jedoch verändert.

Ein Platz voller Wasser

Dass ausgerechnet in Hoakalei ein Wassertier zuschlägt, überrascht nur bedingt. Der Kurs hat an mehreren Bahnen Wasser im Spiel und zahlreiche Bunker. Typisch für die Anlage an der Küste von Oahu, nahe dem früheren Marinestandort Barbers Point, sind schwarze Lavafelsen und sogenannte anchialine Teiche. In diesen Gewässern mischen sich Salz- und Süßwasser.

Dort leben unter anderem Aale, Meeräschen, Grundeln, Krabben und Hawaii-Flaggenschwänze. Hinzu kommen Krabben mit starken Scheren. Auch Riesenwasserwanzen, im Englischen treffend „Toe-Biter“ genannt, sind in der Region heimisch. Ihre Bisse an Händen und Füßen gelten als äußerst schmerzhaft. Welches Tier Kim erwischt hat, lässt sich derzeit aber nicht sagen.

Fragen zur Sicherheit

Der Vorfall wirft Fragen zum Umgang mit Wildtieren auf hawaiianischen Golfplätzen auf. Ob die Turnierleitung über den Biss informiert wurde, ist nicht bekannt. Offen ist auch, ob es vorab Warnungen vor Tieren im Wasser gab. In der bisherigen Berichterstattung finden sich keine vergleichbaren Zwischenfälle in Hoakalei.

Für A Lim Kim zählt ohnehin vor allem eines: die Titelverteidigung. Und die will sie offenbar auch mit schmerzendem Zeh nicht kampflos aufgeben.

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